Wärmepumpen werden vorwiegend zur Trinkwassererwärmung und/oder zur Beheizung von Gebäuden eingesetzt. Grundprinzip: Wärmepumpen basieren auf dem physikalischen Prinzip, das bei einer Kondensation (Verflüssigung eines gasförmigen Stoffes) Wärme freigesetzt wird. Um dies zu errreichen, wird zunächst ein "Kühlmittel" (Flüssigkeit mit niederem Siedepunkt) mit Umweltwärme erhitzt und zum Verdampfen gebracht. Der Gasdruck wird mit Hilfe eines Verdichters erhöht. Dies bewirkt eine Temperaturerhöhung des Gases. Funktion: Der Verdichter benötigt für die von ihm zu verrichtende Arbeit eine externe, in der Regel elektrische Energiezufuhr. Bei der anschließenden Kondensation wird die zugeführte Energie als Wärme frei und kann somit als Heizwärme genutzt werden. Wärmequellen: Grundsätzlich können Wärmepumpen mit nahezu allen Medien als Wärmequelle arbeiten. Die gebräuchlichsten Wärmequellen sind: - Wasser; als Grund- oder Oberflächenwasser - Erdreich; Erschließung mit Erdkollektoren oder Erdsonden - Außenluft; direkt über Luftabsorber oder indirekt über Massivabsorber - Abwärmenutzung aus Prozessen; z.B. aus einer Lüftungsanlage
Effizienz von Wärmepumpen: Drei Werte sind maßgebend, um die Effizienz von Wärmepumpen zu beurteilen: - Wirkungsgrad Verhältnis aus Nutzenergie und zugeführter Energie - Jahresnutzungsgrad Anteil der Nutzarbeit zur zugeführten Arbeit auf ein Jahr bezogen - Leistungszahl (griechisch: epsilon) bzw. (COP) (= Coefficient of Power) Verhältnis aus Heizleistung und zugeführter elektrischer Energie
Wärmepumpen sollen mindestens eine Leistungszahl von 4 bis 4,5 haben, das heißt 1 Anteil Strom und 4 bis 4,5 Anteile gewonnene Heizwärme.