1700 v. Chr. Nach nicht unumstrittenen Angaben gibt es seit ungefähr
1700 v. Chr. Windmühlen.
200 v. Chr. Getreidewindmühlen mit
Segelwindrädern sollen schon 200 v. Chr. im Orient betrieben worden
sein.
7. Jahrhundert n. Chr. Die persische Windmühle kann bis in das 7. Jahrhundert n. Chr.
zurück verfolgt werden. Sie ist ein Widerstandsläufer mit einer
vertikalen Rotorache mit einem unten liegenden Mühlstein. Die
Windfangmauern in Form eines halb offenen Turmes leiten den Wind auf
eine Hälfte des Windrades. Der Nachteil liegt darin, dass nur eine
Windrichtung genutzt werden kann. Sie wurde zum Mahlen von Getreide
genutzt.
10. Jahrhundert n. Chr. Die chinesische Windmühle wird auf das 10. Jahrhundert n. Chr.
zurück datiert. Sie ist ein Auftriebsläufer mit einer vertikalen
Rotorachse und im Kreis geführten Dschunkensegeln,die sich
automatisch zur Windrichtung anstellen. Sie wurde zur Bewässerung von
Feldern genutzt.
1180 n. Chr. Erste Nachweise über europäische Windmühlen gehen auf das Jahr 1180 zurück. Sie waren den Bockwindmühlen ähnlich und verbreiteten sich rasch bis in den Süden Englands und nach Flandern aus.
20. Jahrhundert n. Chr. Ab dem 20. Jahrhundert wird durch
Windkraftanlagen elektrischer Strom erzeugt.
Getreidemühlen Schöpf-
und Pumpmühlen Hammer-, Stampf- und Sägewerke elektrische
Generatoren
Bei Auftriebsläufern haben die Rotorblätter ein
aerodynamisches Profil, die einen Auftrieb erzeugen und somit die
Rotorblätter in Bewegung setzen. Es sind Schnellläufer und ideal zur
Stromerzeugung geeignet.
Bei Widerstandsläufern setzen sich die
Rotorblätter aufgrund des Luftwiderstandes in Drehbewegung. Es sind
Langsamläufer mit hoher Kraftentfaltung z.B. zum Pumpen von Wasser
und zum Antreiben von Maschinen.
Windkraftanlagen mit vertikaler Rotorachse sind unter
anderem: Darrieus-Rotor Savonius-Rotor Schalenanemometer
Windkraftanlagen
mit horizontaler Rotorachse sind unter anderem: amerikanisches
Westernwindrad Hütter-Anlage holländische Mühlen Segelwindmühlen Bockwindmühlen Die
meisten der Windkraftanlagen, die heute installiert werden, sind in
gewisser Weise eine Weiterentwicklung der frühen Windmühlen. Sie
zeichnen sich durch die horizontal liegende Rotorachse aus.
Rotor Gondel mit Generator und ggf. Getriebe Turm Fundament Netzeinbindung
Durch eine Windkraftanlage wird dem Wind seine kinetische Energie entzogen.
Die Leistung einer Windkraftanlage errechnet sich aus der Luftdichte (in Abhängigkeit von Druck und Temperatur), der Windgeschwindigkeit und der Fläche, die vom Rotor überstrichen wird.
Die
Betz'sche Konstante ist der Wirkungsgrad, mit dem das Windrad
die zur
Verfügung stehende Windenergie in mechanische Energie um-
wandelt.
Sie kann nicht über 0,593 liegen (theoretisches Maximum).
P = Leistung des Windes (Watt)
A = vom Rotor überstrichene Fläche
v = Windgeschwindigkeit
ƿ = Dichte der Luft = 1,229 kg/m³ auf Meereshöhe 14° C
P = 0,5 * ƿ * A * v³
Rechenbeispiel:
Rotorfläche = A = 2,5 m² Windgeschwindigkeit = v = 4 m/s
P = 0,5 * 1,229 kg/m³ * 2,5 m² * 64 m³/s³ = 98 Watt